Die Entstehung des AkeV

1. Die Anfänge (1987)

Der Arbeitskreis evangelischer Vikarinnen und Vikare wurde 1987 gegründet. Er geht auf Initiativen zurück, das missionarische Element in der Vikarsausbildung zu verstärken. Um diesem Anliegen, das innerhalb der damaligen Vikarsvertretung keine Aufnahme fand, Stimme zu geben, wurde die Gründung des AkeV veranlasst. 

Von Anfang an war es ein Dreifaches, das die Mitglieder bewegte und wofür sich der AkeV seitdem einsetzt:

  1. Zum einen die geistliche Gemeinschaft, der gegenseitige Austausch und die Unterstützung in persönlichen Fragen und Schwierigkeiten.

  2. Dann die Diskussion verschiedenster Themen, aus den Bereichen der Theologie, der Ausbildung im Vikariat und der Gemeindearbeit. Dazu gehört auch die Durchführung von Studientagen zur Fortbildung und Vertiefung von Themen innerhalb der unständigen Zeit - gerade auch der Themen, die im Rahmen der Ausbildung im Vikariat zu kurz kommen.

  3. Und zum dritten die kirchenpolitische Arbeit, die auch entsprechende Anfragen an die Vikarsvertretung VWV stellte. Sie war bis dahin das einzige Organ zur Vertretung der Vikarinnen und Vikare.

2. Die heiße Phase (1987-1992)

Durch das Aufkommen einer neuen Interessenvertretung der Vikarinnen und Vikare wurden die bis dahin geltenden Strukturen in Ausbildung und Gremienarbeit in Frage gestellt. Zwei Interessenvertretungen, die jeweils einen Teil der Vikarinnen und Vikare repräsentierten, standen sich mit teilweise sehr gegensätzlichen Positionen gegenüber. 

Das Selbstverständnis der VWV, die Vikarinnen und Vikare in ihrer Gesamtheit zu vertreten, war durch die Existenz des AkeV nicht nur in Frage gestellt, sondern de facto so nicht mehr gegeben. Anfängliche Versuche, den AkeV als Minderheit zu ignorieren oder gar zu bekämpfen, mussten aufgegeben werden. 

Von Seiten der Kirchenleitung und des Pfarrseminars wurde der AkeV schnell als zweite Interessenvertretung anerkannt. Der AkeV wurde in Gremien eingeladen, die nicht rein vikariatsseitig selbstorganisiert waren, er wurde an Aussprachen beteiligt und durfte dann auch Wahlvorschläge für den Konvent des Pfarrseminars abgeben. 

3. Die Konsolidierung (1993-1997)

Nicht nur durch das Anwachsen des AkeV auf 80 Mitglieder in der Zeit der großen Jahrgänge wurde der AkeV zu einer eigenständigen Größe, die seitdem einen wesentlichen Teil der Vikarinnen und Vikare bzw. der unständigen Pfarrerinnen und Pfarrer vertritt. Dadurch wuchsen dem AkeV auch immer neue Aufgabenfelder und Themen zu. Das AkeV-Info wurde entwickelt und ausgebaut - ein Themenorgan, das als Zeitschrift weite Kreise zog und immer wieder hochaktuelle und brisante Themen aufnahm, aus verschiedenen Richtungen beleuchtete und zur Diskussion stellte.

Dazu kam der AkeV-Tag, die jährliche Mitgliederversammlung, die sich aber nicht im Vollzug der Vereinsregularien genügte, sondern jährlich zu einem aktuellen Thema kompetente Referenten einlud - erstmals 1993, dann jährlich. Der AkeV Tag findet inzwischen jeweils am letzten Tag der Herbstkonferenz in Bad Boll statt. Erste Subregionssprecherinnen und -sprecher zählten sich zum AkeV - was zum Überdenken verschiedener Strukturen führte. Bis dahin waren die Sprecherinnen und Sprecher nämlich automatisch Mitglied der VWV-Ausschüsse. So bekam der AkeV mehr und mehr Einfluss. 

4. Die Gleichberechtigung (ab 1998)

Spätestens mit der Wahl eines Mitglieds des AkeV in den Konvent des Pfarrseminars war der Durchbruch zu einer gleichberechtigten Interessenvertretung neben der VWV - inzwischen VUV - geschafft. Außer im Konvent des Pfarrseminars ist der AkeV - der Zahl seiner Mitglieder entsprechend - zunehmend auch in anderen Gremien vertreten. Gegensätze und Gemeinsamkeiten prägen heute die kritische, aber immer wieder auch befruchtende Koexistenz von AkeV und VUV. Es ist uns wichtig, in gegenseitigem Respekt miteinander im Gespräch zu bleiben. Mit der Betonung von Themen wie etwa der Mission/Evangelisation behält der AkeV dabei sein spezielles Profil, bezieht zu aktuellen Fragen Position und bringt seine Stimme in die Diskussion ein. 


Impressum:

Arbeitskreis evangelischer Vikarinnen und Vikare
Sabine Schmalzhaf
akev.wue@gmail.com